Sucht, Behinderung, Selbstbestimmung

Probleme und Lösungsansätze in der Arbeit mit suchtmittelabhängigen oder suchtgefährdeten Menschen mit einer Behinderung

In einer zunehmend „versüchtelnden“ Gesellschaft gehört der Konsum und leider auch der Missbrauch der unterschiedlichsten Suchtmittel, gerade auch bei Jugendlichen, immer mehr zur Alltagsnormalität. So gibt es etwa in Deutschland derzeit an die 10 Millionen Menschen, die Alkohol in einer riskanten, missbräuchlichen oder abhängigen Form konsumieren. Davon haben 1,6 Millionen eine manifeste Abhängigkeitserkrankung. Da kann es nicht verwundern, dass dieses Problem auch in den Lebensbereichen von Menschen mit Behinderung auftritt. Es gibt jedoch keine statistischen Werte darüber, wie hoch der Anteil dieses Personenkreises mit Suchtgefährdung und/oder Suchterkrankung ist. Obwohl der Forschung im Bereich der Behandlung von Suchtkranken mittlerweile sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist der Personenkreis der Menschen mit Behinderung bei dieser Problematik kaum berücksichtigt. Betrachtet man bei der personenbezogenen Hilfegestaltung die Prinzipien „Selbsthilfe vor Fremdhilfe“, „ambulant vor stationär“, „wohnortnah vor wohnortfern“ als handlungsleitend, so sind Menschen mit Behinderung deutlich unterversorgt.

WICHTIGER HINWEIS:
Im Falle einer wiederholten Einstellung des Präsenzbetriebes findet diese Fortbildung online statt.

Ziele

  • Die Fortbildungsveranstaltung soll einerseits eine allgemeine Einführung in die Problematik des Suchtmittelmissbrauchs und der –abhängigkeit, sowie in die Frage des adäquaten bzw. inadäquaten Umgangs mit suchtkranken Menschen geben.
  • Andererseits sollen die spezifischen Probleme und Lösungsansätze in der Beratung und in der Therapie suchtmittelabhängiger Menschen mit einer Behinderung behandelt werden.
  • Hierzu ist es erwünscht, dass die Teilnehmer:innen der Veranstaltung ihre individuellen Erfahrungen aus ihrem beruflichen Alltag einbringen.

Zielgruppe

Fachkräfte, die in der Betreuung / Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung sowie in anderen heil- und sonderpädagogischen Einrichtungen tätig sind

Arbeitsweise

Vermittlung theoretischer Inhalte und aktueller Forschungsergebnisse in kurzen Input-Blöcken mit anschließender Diskussion, Arbeitsgruppen zu praxisrelevanten Fragestellungen und aktuellen Fallbeispielen, Rollenspiele, Reflexionsrunden

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