Machtungleichgewicht im Betreuungsalltag

Herausfordernde und grenzüberschreitende Verhaltensweisen von Bewohnerinnen/Bewohnern, Mitarbeiter:innen und Klientinnen/Klienten in psychosozialen Einrichtungen führen auf Seiten der professionellen Fachkräfte immer wieder zu Ohnmachtssituationen.

Viele pädagogische Interventionsstrategien scheinen hier wirkungslos ins Leere zu laufen. Gerade in diesen Situationen steigt die Gefahr stark an, das entstandene Machtungleichgewicht mittels inadäquater Interventionsstrategien (z.B. Manipulation, Drohungen, Gewalt, Respektlosigkeit,…) auf Kosten der Bewohner:innen, Mitarbeiter:innen der WfbM und Klientinnen/Klienten des ambulanten Settings zu korrigieren.

Mit Hilfe des KiBA-ConMa® (Ki Balance – Conflict Management) werden Hilfestellungen in Form einer berufsethischen Haltung vorgestellt, die ein wertschätzend annehmendes und transparent konsequentes Begleiten und Führen der Klientinnen/Klienten in hochangespannten Situationen ermöglicht, ohne selbst machtübergriffig agieren zu müssen oder sich in eine Ohnmachtssituation zu manövrieren.

Neben der Analyse der konkreten Machtquellen auf Seiten der Mitarbeiter:innen im eigenen beruflichen Umfeld werden diese im Zuge von praxisorientierter Fallarbeit überprüft und mit Hilfe des KiBA-ConMa® individuelle und situative Handlungsalternativen erarbeitet.

Inhalte

  • Macht & Machtformen
  • Begriffe & Abgrenzungen
  • Dimension & Funktion der Macht Pädagogik / Heilpädagogik
  • Neurophysiologie der Macht und Beziehung
  • „Lesen Lernen“ der herausfordernden Verhaltensweisen
  • „Verstehen Lernen“ mithilfe der emotionalen Entwicklungsstufen, Neurophysiologie und Biografiearbeit
  • Überprüfung der internen Strukturen und Abläufe eines Teams hinsichtlich Machtmissbrauch gegenüber dem Klienten

Ziele

  • Reflektion der Strukturen im eigenen pädagogischen Arbeitsalltag bzgl. eigener Machtausübung gegenüber der Klientel
  • Zielgerichtetes Arbeiten mit der "Reflektierenden Pädagogik" und Kennenlernen von Haltung, Strukturen und pädagogischem Werkzeug, um Machtmissbrauch gegenüber der Klientel zu vermeiden

Zielgruppe

Mitarbeiter:innen im Bereich der Arbeit mit Menschen mit intellektueller Entwicklungsstörung (Kinder- Jugend- und Erwachsenenbereich)

Arbeitsweise

PowerPoint Vortrag, Videoanalysen (aus bereits erstelltem und erworbenem Filmmaterial), Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, Plenumsdiskussion

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