Umgang mit Gewalt im inklusiven Setting

Termin

21.05.2027

Unterrichtseinheiten: 8

Veranstaltungsort

Akademie de La Tour - Haus Philippus
Martin-Luther-Straße 13
9560 Feldkirchen

Anmeldeschluss

05. Mai 2027

Im inklusiven Setting arbeiten Fachkräfte mit sehr heterogenen Gruppen zusammen – mit und ohne Behinderung, mit unterschiedlichen kommunikativen Möglichkeiten und unterschiedlichem Unterstützungsbedarf. Genau diese Vielfalt, gepaart mit Abhängigkeits- und Machtverhältnissen, macht inklusive Settings anfällig für besondere Formen und Dynamiken von Gewalt – zwischen Kindern/Jugendlichen und Kindern/Jugendlichen, Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen und Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen. Ziel des Workshops ist es, Fachkräften praxistaugliches Wissen und konkrete Handlungssicherheit im Umgang mit Gewalt zu vermitteln – von der Früherkennung über die Akutsituation bis zur Nachsorge und Prävention.

Ziele

  • Die Teilnehmenden …
  • unterscheiden verschiedene Gewaltformen (körperlich, psychisch, verbal, sexualisiert, strukturell/institutionell, Vernachlässigung, …) und erkennen Frühwarnzeichen
  • verstehen Aggression als Grundphänomen, unterscheiden Aggressionsformen (impulsiv, instrumentell) von Gewalt und kennen typische Auslöser
  • durchschauen Eskalationsdynamiken mithilfe des Drama-Dreiecks nach Karpman (Opfer – Täter – Retter) und erkennen eigene Rollenmuster
  • verstehen typische Dynamiken von Macht, Abhängigkeit und Grenzverletzung im inklusiven Setting
  • kennen die rechtlichen Grundlagen sowie Melde- und Handlungspflichten im Kinder- und Jugenlichenschutz
  • wenden Grundprinzipien sachbezogener Konfliktlösung nach dem Harvard-Konzept (Fisher/Ury) für Deeskalationsgespräche an
  • entwickeln Handlungssicherheit in Akutsituationen – Deeskalation, Grenzen setzen, Selbstschutz
  • reflektieren das Prinzip des Helfens oder Nichthelfens (Bystander-Effekt) und stärken die eigene Zivilcourage im Arbeitsalltag
  • reflektieren die eigene Haltung, eigene Grenzen und blinde Flecken im Umgang mit Gewalt
  • wissen, wie Dokumentation, Nachsorge und kollegiale Unterstützung nach einem Vorfall aussehen können
  • kennen die Grundbausteine für ein Schutzkonzept bzw. einen Verhaltenskodex 

Zielgruppe

Fachkräfte aus dem Sozialbereich, Sozialpädagog:innen, Pädagog:innen, Begleiter:innen, Fachsozialbetreuer:innen, Diplomsozialbetreuer:innen, am Thema Interessierte

Seminarzeiten

Tag 1
09:00 - 17:00 Uhr

Ihr:e Referent:in

Dipl.Päd. Andrea Rieger MA
Integrationspädagogin
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