Frühkindliche Reflexe und der Einfluss auf Entwicklung und Verhalten

Termin

21.06.2027

Unterrichtseinheiten: 8

Veranstaltungsort

Akademie de La Tour - Haus Philippus
Martin-Luther-Straße 13
9560 Feldkirchen

Anmeldeschluss

06. Juni 2027

Frühkindliche Reflexe stellen einen wesentlichen Schlüsselfaktor unserer Entwicklung dar. Sie sind angeborene motorische Verhaltensreaktionen auf Schlüsselreize, werden vom Hirnstamm kontrolliert und laufen über die Nervenbahnen des Rückenmarks ohne Beteiligung des Großhirns völlig automatisiert ab. Da sie bei der Geburt größtenteils schon ausgeprägt sind, bringen frühkindliche Reflexe Babys sicher durch ihr erstes Lebensjahr. Einerseits legen sie das Fundament für die motorische und sensorische Entwicklung eines Kindes, andererseits verknüpfen sie die einzelnen Hirnareale untereinander und koordinieren sie mit den einzelnen Körperteilen. Im Laufe dieser 12 Monate sollen sie sich jedoch schrittweise zugunsten reiferer Bewegungsmuster zurückbilden.

Somit kommt im ersten Lebensjahr eines Babys neben den zahllosen motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Lernfenstern auch der Integration einiger frühkindlicher Reflexe ein bedeutender Stellenwert zu. Bleiben sie aufrecht, können sie für große Entwicklungsherausforderungen in Motorik, Lernen und Verhalten sorgen und zu unliebsamen Quälgeistern und Stolpersteinen in der gesamten Entwicklung werden. Es benötigt große Kraftanstrengung, diese zu kontrollieren, was zu einer dauerhaften Überlastungssituation führen kann. Das Auftreten und die Rückbildung von frühkindlichen Reflexen sind ein wichtiger Indikator für den Reifegrad und die Funktionsfähigkeit des Zentralnervensystems.

Weitere auffällige Anzeichen, welche auf das Vorhandensein von Reflexen hinweisen können:

  • Infektanfälligkeit, Asthma
  • Sprachentwicklungsprobleme
  • Unruhiges Sitzen
  • Vermeidung von enger Kleidung
  • Unteraktivierung
  • unterschiedlich abgelaufene Schuhe
  • hölzerner Gang
  • Zehenspitzengang
  • Höhenangst
  • Probleme beim Purzelbaum
  • Sehschwierigkeiten (Akkomodation)
  • Probleme in der Beidhandkoordination sowie der Auge-Hand-Koordination
  • Essprobleme
  • Schwierigkeiten, das Brustschwimmen zu erlernen

Zielgruppe

Professionisten aus allen Gebieten! Begleiter:innen, Fachsozialbetreuer:innen, Diplomsozialbetreuer:innen, Therapeut:innen, Elementarpädagog:innen, alle am Thema Interessierten

Seminarzeiten

Tag 1
09:00 - 17:00 Uhr

Ihr:e Referent:in

DSB Dominik Dobaj
Sozialpsychiatrie, Pädagogische Leitung einer Wohngemeinschaft, Gedächtnistrainer, Lehrender am Ausbildungszentrum für Sozialberufe der Caritas Graz, Diplom VR-Coach & Developer, Reflexintegrationstherapeut
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