Die Rolle des autonomen Nervensystems in der Behandlung psychischer Störungen

mit praktischen Übungen
Termin

16.04.2027

Unterrichtseinheiten: 8

Veranstaltungsort

Akademie de La Tour - Haus Philippus
Martin-Luther-Straße 13
9560 Feldkirchen

Anmeldeschluss

01. April 2027

Diese Fortbildung ist im Sinne der vom Ministerium geforderten Fort- und Weiterbildung von Klinischen und Gesundheitspsycholog:innen laut Psychologengesetz 2014 Abschnitt 4 § 33 (1) und von Psychotherapeut:innen laut Psychotherapeutengesetz § 12 leg.cit! anrechenbar.

Insbesondere frühe Komplex-Traumatisierungen und (früh)kindliche Prägungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Ausgestaltung unseres autonomen Nervensystems und somit u. a. auf unsere Stresstoleranz, unsere Fähigkeit Emotionen zu regulieren und authente Verbundenheit mit uns selbst und anderen zu erleben. Ein dysreguliertes Nervensystem kann zu einer Vielzahl an psychischen und körperlichen Symptomen führen und steht in engen Zusammenhang mit der Entwicklung psychischer Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen.

Das Seminar bietet einen Einblick in die (beeinträchtigte) Entwicklung des autonomen Nervensystems aufgrund frühkindlicher Prägungen und dessen Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit. Dazu werden u. a. Informationen über relevante Strukturen des autonomen Nervensystems, die Entstehung von Traumata und Erkenntnisse aus der Polyvagal-Theorie vermittelt. Die Teilnehmer:innen lernen verschiedene "states" (Zustandsbilder des autonomen Nervensystems) kennen und erfahren, wie und warum sie diese in der Behandlung und Betreuung von Betroffenen berücksichtigen sollten. Es werden konkrete Regulationsübungen vorgestellt und eingeübt.

Inhalte

  • Überblick über die Entwicklung des autonomen Nervensystems
  • Trauma, traumatische Zange, Stress-Toleranz-Fenster
  • Einblick in die Polyvagal-Theorie
  • Überblick über dysregulierte Nervensystemzustände
  • Vermittlung von Regulationsübungen und Lebensstilveränderungen, die zur Stabilisierung des Nervensystems beitragen

Ziele

  • Förderung des Verständnisses für den Einfluss des autonomen Nervensystems auf die psychische Gesundheit
  • (erste) Kenntnisse zu den Themengebieten Trauma, Polyvagal-Theorie und Stress-Toleranz erwerben
  • Vermittlung von Regulationsübungen

Zielgruppe

Klinische Psycholog:innen, Gesundheitspsycholog:innen, Psychotherapeut:innen, sonstige psychosoziale Berufsgruppen

Arbeitsweise

Vortrag, Diskussion, Übungen

Seminarzeiten

Tag 1
09:00 - 17:00 Uhr

Ihr:e Referent:in

Mag. Monika Eichhübl
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Traumasensible Coach: Neurosystemische Integration, Wahlpsychologin für klinisch-psychologische Diagnostik
Fortbildungskatalog 2026
Das aktuelle Kursbuch