Sprachlos?

Nein, mit Unterstützter Kommunikation hat jeder etwas zu sagen...

Wenn ein Mensch nicht läuft, und er das Laufen aufgrund einer Behinderung nicht oder nur unzureichend erlernen kann, wird man nach Alternativen (z.B. Rollstuhl) suchen, die ihm möglichst viel Mobilität und Selbständigkeit geben.
Mit "Unterstützter Kommunikation" ist es ganz ähnlich: Kann ein Mensch nicht oder nur unzureichend sprechen lernen, bietet man ihm Alternativen oder Ergänzungen zur eigenen Lautsprache an, um trotzdem möglichst gut kommunizieren zu können.
Und das ist sehr wichtig, denn Kommunikation ist nicht nur ein Grundbedürfnis, von ihr hängt in hohem Maß ab, wie selbst bestimmt und sozial das Leben eines Menschen verläuft.

Inhalte

  • Begriffsbestimmung - was ist Unterstützte Kommunikation?
  • Wer profitiert von UK?
  • Anwendungsbereiche in der UK
  • Möglichkeiten der Kommunikation für Menschen, die über keine bzw. Einschränkungen in der Kommunikation verfügen
  • UK im Alltag - Kommunikationsverhalten der Interaktionspartner
  • Erfahrungsberichte aus der Praxis anhand von Videoanalysen

Ziele

  • Um mit UK zu beginnen, braucht man keine Voraussetzungen, es geht darum, individuelle Lösungen zu finden, mit denen Menschen mit eingeschränkter Lautsprache, erste wirkungsvolle Kommunikationserfahrungen machen können. Dabei hat sich gezeigt, dass eine Person wesentlich motivierter ist, unterstützt zu kommunizieren, wenn sie damit etwas Sinnvolles erreichen kann. Meistens ist es für eine nicht sprechende Person nicht das Wichtigste, sich äußern zu können, wenn sie aufs WC muss oder Hunger hat. Wichtiger für sie ist vielleicht ein „Hallo“ oder „verdammt“ – vielleicht ist es wichtig für diese Person, endlich mal Ärger oder Unwillen (verbal) zeigen zu können.

Zielgruppe

Fachkräfte aus dem sozialpädagogischen Bereich, Betreuung, Pflege, Therapie, betroffene Angehörige, alle Interessierten

Arbeitsweise

Vortrag mit praktischen Übungen, praxisbezogene Fallbeispiele, Kurzvideos

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