"Im Sog emotionaler Turbulenzen"

Suchterkrankungen eine Familienkrankheit ?!

Suchterkrankungen und familiäre Einflüsse sind eng miteinander verbunden. Zur großen Risikogruppe für eine spätere Suchtentwicklung zählen Kinder und Jugendliche. Kinder von suchtkranken Eltern sind häufig traumatischen Erfahrungen ausgesetzt, ihr Bindungssystem wird wiederholt erschüttert, sichere Bindungen können sich nicht entwickeln.

Partner*innen und Angehörige von Suchtkranken tragen ungewollt mit ihrem Verhalten zur Aufrechterhaltung des ungesunden Systems bei - Co-Abhängigkeit entsteht. Somit ist das gesamte Familiensystem mit betroffen. Ihr Stellenwert bei der Bewältigung einer Suchterkrankung darf keinesfalls unterschätzt werden und sollte unbedingt im Behandlungsverlauf berücksichtigt und mit einbezogen werden.

Inhalte

  • Grundlagen und theoretische Hintergründe von Suchterkrankungen
  • Erscheinungsformen von Suchterkrankungen
  • Familiendynamische Aspekte/Bindung und Sucht/Co-Abhängigkeit/Rollenmuster in der Familie
  • Umgang mit Suchtgefährdeten und Suchtkranken in unterschiedlichen Kontexten
  • Therapeutische Strategien/Interventionen bei Suchtkranken und deren Angehörigen
  • Therapeutische und präventive Ansätze - frühzeitige Interventionen

Ziele

  • Sensibilisierung für potentiell gefährdete Personen;
  • Erkennen der Besonderheiten im Umgang mit Suchtkranken und deren Angehörigen;
  • Handlungsstrategien für eine Behandlung und Betreuung von Suchtkranken und deren Familiensystem;
  • Präventive Maßnahmen als Ressourcen zu sehen und zu fördern;

Zielgruppe

Psychologen*innen, Psychotherapeuten*innen, Ärzte*innen, Pädagogen*innen und Personen, die an dieser Thematik interessiert sind bzw. die suchtkranke und suchtgefährdete Menschen betreuen

Arbeitsweise

Interaktiver Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit, Erfahrungsaustausch, Kleingruppenarbeit, Reflexionsmöglichkeiten

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