Haptische Erfahrung- Berührungen und Tastsinn

Haptische Erfahrungen sind entwicklungspsychologisch die Grundlage für unsere Selbsterfahrung und unser Wissen über die Welt. Ohne Berührung kann der Mensch nicht (über-)leben.

Die existentielle Wichtigkeit von angenehmen Berührungen wurde lange Zeit eher vernachlässigend beachtet. Die Reifung unseres Gehirns und die neuronale Vernetzung durch „begreifendes“ Lernen sind lebenslange Prozesse. Bereits als Embryo beginnen wir, unseren Lebensraum haptisch zu erkunden. Der Tastsinn ist überlebensnotwendig, während die anderen Sinne erst nachfolgend bedeutsam werden. Die Basis einer gesunden Entwicklung ist die haptische Erfahrung. In dem Seminar werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen und neuropsychologischen Zusammenhänge vermittelt und erfahrbar gemacht und daraus resultierende hilfreiche Interventionen erarbeitet.

Inhalte

  • Haptik und Hirnreifung
  • Defizite in der kognitiven und sozialen Entwicklung als Folge haptischer Deprivation
  • Interventionsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag
  • Adäquate Berührungen und die heilsamen Botenstoffe, die der Körper ausschüttet

Ziele

  • Die Teilnehmer*innen erlernen die biopsychologischen Zusammenhänge der Auswirkungen von Berührungen.
  • Die Teilnehmer*innen erarbeiten in Kleingruppen settingspezifische Möglichkeiten, heilsame und hilfreiche Berührungen zu initiieren bzw. zu unterstützen.
  • Die Teilnehmer*innen reflektieren die Notwendigkeit von Nähe und Grenzen, damit Berührung angenehm und sicherheitsspendend erlebt werden kann.

Zielgruppe

Alle am Thema Interessierten aus dem pädagogischen und sozialen Bereich

Arbeitsweise

Theoretischer Input Einzel- und Gruppenarbeit Praktische Übungen haptischer Erfahrung

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