FIB - FreizeitanimateurInnen oder Spezialeinheit?

Dienstleistungsperspektiven und Qualitätsdimensionen der Familienintensivbetreuung.

Braucht es im Arbeitsfeld der Familienintensivbetreuung Wunderwuzzis? Irgendwie schon, oder?

Immerhin kommt alles Vorstellbare und Unvorstellbare im Arbeitsalltag eines oder einer Familienintensivbetreuer*in vor: Substanzen gebundene und ungebundene Süchte, physische und/oder psychische Gewalt, Vernachlässigungen, Verwahrlosungen, Traumatisierungen, Delinquenz, Delogierungsgefährdungen, existenzielle Sorgen, Kommunikationsprobleme, Erziehungsschwierigkeiten, Überforderungen, Schulverweigerung, Abschied und Trauer, Lebensüberdrüssigkeiten und Suizide, psychische Erkrankungen und natürlich regelmäßige Konflikt- oder Krisensituationen.

Ein hochsensibler Arbeitsbereich - ein ständiger Balanceakt. Kaum ein anderes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe ist so intensiv, extensiv und so nahe dran am Leben hoch belasteter Familien. Im Zuge dieser dialogorientierten Fortbildung, beschäftigten wir uns mit den verschiedenen Dienstleistungsperspektiven und Qualitätsdimensionen des Arbeitsbereichs der FIB. Wir tragen die unterschiedlichen Blickwinkel der Sprengelsozialarbeit und der Betreuungstätigkeit zusammen und werden uns mit Stereotypisierungen auseinandersetzen. Dabei wollen wir uns mit unserem reichhaltigen Erfahrungsschatz, mit viel Herz, Demut und Dankbarkeit für unseren Beruf einbringen.

Inhalte

  • Perspektiven der Sprengelsozialarbeit
  • Das Jugendamt und die Hilfen zur Erziehung
  • Perspektiven der FIB/AB - Fachkräfte
  • Das Setting der Familienintensivbetreuung
  • Kennzeichen und Indikatoren für Dienstleistungsqualität im Arbeitsfeld der FIB
  • Stereotypisierungen und Etikettierungen im FIB-Bereich
  • Fallarbeit und Übungen

Ziele

  • Einblick in die Arbeitswelt und das Anforderungsprofil der Familienintensivbetreuung ermöglichen.
  • Einblick in die Arbeitswelt der Sprengelsozialarbeit gewähren.
  • Sensibilisieren für die spezifischen Stärken des Angebots der FIB/AB.
  • Verständnis und praktische Handlungskompetenz erweitern.
  • Reflexionsprozesse anregen und den kooperativen Dialog fördern.
  • Vorurteile abbauen.

Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, SozialpädagogInnen, Psychologen*innen, Sozialarbeiter*innen, Betreuer*innen, Psychotherapeuten*innen. Ein Angebot für alle, die gerne einen Perspektivenwechsel wagen und die andere Seite im Dialog kennenlernen wollen.

Arbeitsweise

Vortrag, Diskussion, Übungen, Fallbeispiele, Reflexion

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