Erziehungsfähigkeit psychisch kranker Eltern

Vorgehens- sowie Hilfsmöglichkeiten für Fachkräfte aus der Jugendhilfe

Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder beschäftigen Fachkräfte aus Jugendhilfe und Gesundheitswesen in besonderem Maße. Auf der Grundhaltung einer Destigmatisierung basierend, ist eine Einschätzung einer möglicherweise vorliegenden körperlichen oder seelischen Kindeswohlgefährdung oft notwendig. Fachwissen über die häufigsten Erkrankungen, typische Gefährdungsmomente, spezifische Reaktionen der Kinder und wirksame Hilfsmaßnahmen sind hierfür nützlich. Grundsätze und Übungen zur Gesprächsführung mit Eltern und Kindern runden das erworbene Wissen ab.

Inhalte

  • Kriterien der Erziehungsfähigkeit
  • Verlauf, Prognose und Risikofaktoren für Rückfälle, Krankheits- und Behandlungseinsicht, Suizid oder erweiterten Suizid
  • Notwendige und mögliche Vorgehensweisen bei vermuteter Kindeswohlgefährdung
  • Besonderheiten der Gesprächsführung mit Eltern und Kindern

Ziele

  • Vermittlung von praxisrelevantem Fachwissen zu allgemeinen und krankheitsspezifischen Reaktionen Kinder psychisch kranker Eltern, zur Kindeswohlgefährdung und zu Hilfemöglichkeiten
  • Unvoreingenommene und ressourcenorientierte Haltung im Kontakt mit psychisch kranken Eltern festigen. Hierzu gehört das Erkennen vom emotionalen Zustand und den Bedürfnissen bei sich selbst sowie beim jeweiligen Gegenüber. Der kontrollierte Einsatz von Zuwendung und Abgrenzung in besonderen Gesprächssituationen wird vermittelt.

Zielgruppe

Mitarbeiter:innen der Jugendhilfe, Fachkräfte aus dem Bereich Familienrecht, Erzieher:innen, Hebammen, Betreuer:innen, Psychologinnen/Psychologen Psychotherapeutinnen/-therapeuten, Ärztinnen/Ärzte

Arbeitsweise

Vortrag, Film, Fallbeispiele, Diskussion

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