Elterliche Depression und Bindungsentwicklung

Hintergrund - Behandlung - Prävention

Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung und tritt auch in Fragen des Kindeswohls am häufigsten auf. Depressionen rund um die Geburt können besonders schwerwiegende Auswirkungen auf das Kind haben, da dieses körperlich und emotional vollständig auf seine Eltern angewiesen ist.

Folgende Themen werden in der Tiefe vorgestellt und diskutiert: 

  • Affektive Störungen als diagnostische Gruppe, da depressive Störungen Teil dieser Gruppe sind.
  • Grundlagen der einzelnen Affektiven Störungen sowie deren Abgrenzung voneinander.
  • Verschiedene Arten der Depression mit Schwerpunkt auf der Postpartalen Depression
  • Bindungstheorie in ihrer praktischen Anwendung
  • Handwerkszeuge zur Interaktionsbeobachtung mit Eltern und Kindern in verschiedenen Altersstufen

In diesem Seminarblock geht es um die Einschätzung verschiedener depressiver Symptombilder, deren Auswirkung auf die Bindung zwischen Eltern und Kindern sowie mögliche Aspekte einer Kindeswohlgefährdung. Sie erhalten ausführliche und umfassende theoretische Hintergrundinformationen zum Thema (Postpartale) Depression, sowie deren Zusammenhang mit der Bindungsentwicklung und Aspekten elterlicher Fähigkeiten. Neue praxisorientierte Perspektiven und Methoden erlauben ein frühzeitiges Erkennen, sowie einen einfühlsamen und effektiven Umgang mit der Störung, den Betroffenen, den Angehörigen und den Kindern. Sie lernen Präventionsmaßnahmen kennen, üben Methoden der Kommunikation und des Zuhörens und haben umfangreiche Möglichkeiten, Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag zu besprechen.

Inhalte

  • Abgrenzung der Depression von anderen affektiven Störungen: Depression, Manie, bipolare Störungen
  • Postpartale Depression als Besonderheit der depressiven Störungen: Symptome, Erscheinungsbilder, Verlauf, Behandlung, Häufigkeit, Prävention, Rückfall
  • Bindungstheorie - Emotionale und psychologische Entwicklung des Kindes
  • Auswirkung postpartaler Depression eines oder beider Elternteile
  • Elterliche Fähigkeiten
  • Beobachtungskriterien der Mutter-Kind-Interaktion
  • Was tun? - Umgang mit der postpartalen Depression

Ziele

  • Größere diagnostische Sicherheit: Umfangreiche Wissensvermittlung bzgl. Affektiver Störungen, insbesondere postpartaler Depression, und deren gegenseitige Abgrenzung
  • Entdecken einer wichtigen Vorreiterfunktion: Lernen von Wegen, das Thema zu enttabuisieren
  • Detailliertes Verständnis der Zusammenhänge zwischen affektiven Störungen, insbesondere postpartaler Depression, Bindungsentwicklung und elterlichen Fähigkeiten
  • Erweiterter Handlungsspielraum: Erlernen und Anwenden von Kommunikationsmethoden und Methoden des Zuhörens, um die Betroffenen sowie deren Angehörige und Kinder optimal zu unterstützen
  • Effektive Präventionsmaßnahmen kennenlernen
  • Transfer in den eigenen Arbeitsalltag

Zielgruppe

Pädagoginnen/Pädagogen, Sozialarbeiter:innen, Psychologinnen/Psychologen, Familientherapeutinnen/-therapeuten und Familienberater:innen, Hebammen

Arbeitsweise

Impulsvorträge, Lerndialoge, Videobeispiele, Selbstreflexion, Transferübungen in Einzel- und Gruppenarbeit, kollegiales Feedback, Erfahrungsaustausch und Diskussion

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