Aspekte der Pflege von Menschen mit Essstörungen

Die Begleitung von essgestörten PatientInnen wird in der psychiatrischen Behandlung zunehmend wichtiger, da die Zahl von Menschen mit Essstörungen klinisch zunimmt. Liegt der Erkrankungsbeginn oft im Kindes- und Jugendalter, suchen die PatientInnen meist selbst erst aktiv zwischen Ende 20 bis Mitte 30 klinische Hilfe. Auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells erarbeiten sich die TeilnehmInner des Seminars ein Verständnis für die Situation von essgestörten Patienten. Behandelt werden die Anorexie und die Bedeutung des niedrigen Leptinspiegels für die Pflegemaßnahmen; sowie Bulimie, Adipositas und die Binge Eating Störung. Die pflegerische Arbeit mit Esstagebüchern wird diskutiert und weitere Maßnahmen besprochen. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Vermittlung von Basis-Fertigkeiten gelegt, es soll deutlich werden, dass es nicht einzelner, spezifischer Interventionen bedarf, sondern das normale Alltagshandeln im Vordergrund der Pflege steht, mit unspezifischen, aber dennoch therapeutisch wirksamen Interventionen.

Inhalte

  • psycho-physiologische Grundlagen gestörten Essverhaltens
  • Beziehungsgestaltung
  • Tagebuch-Arbeit
  • praktische Aspekte: Wärmestimulation etc.

Ziele

  • Die Teilnehmenden ...
  • ... können mit den Belastungen aus der Beziehung mit essgestörten Menschen umgehen
  • ... nehmen eine förderliche Grundhaltung ein und kommunizieren effektiv
  • ... können angemessene Pflege bei Menschen mit Essstörungen anbieten

Zielgruppe

Pflegende aus allen Bereichen

Arbeitsweise

Referat, Filmbeispiele, Fallbeispiele der Teilnehmenden, Übungen, Rollenspiele und Diskussion

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