Traumapädagogik

Pädagogischer Alltag mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Folgen von Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Fachpersonen in ambulanten und stationären Einrichtungen vor große Herausforderungen. Mit dem Begriff Trauma ist nicht das Ereignis gemeint, sondern die Verwundung, die physiologisch im Körper und im Nervensystem des Menschen zurückbleibt. Frühe Traumatisierungen können zu zahlreichen Folgestörungen beitragen.
Betroffene können sich selbst nicht gut steuern und Konsequenzen ihres Handels schlecht einschätzen. Ihre frühe Gewissensbildung ist oft ungenügend ausgeprägt. Auf Herausforderungen reagieren sie häufig hilflos. Viele leiden unter Albträumen und nächtlichem Schreien. Manchmal genügen geringfügige Auslöser (Geruch, Geräusche, Empfindungen), um extreme Reaktionen, wie z.B. heftige Panik, Erstarren oder überschießende Aggression auszulösen. So manches Kind, das sich einst überwältigt und ohnmächtig fühlte, ist „allergisch“ gegen Fremdsteuerung und kämpft um seine Autonomie. Einige können sich in der Schule nicht „einfügen“, andere versuchen sich unsichtbar zu machen. Zugleich verfügen diese Kinder und Jugendlichen über Stärken, die ihnen das Überleben sichern.

Inhalte

  • Kindliche Reaktionsmöglichkeiten auf traumatische Ereignisse
  • Traumatisierte Kinder und Strafe
  • Traumatisierte Kinder und Schule
  • Resiliente Kinder und Jugendliche
  • „Trauma-heilende“ Pädagogik
  • Förderung der kindlichen Selbstheilungskräfte

Ziele

  • Das Fachseminar bietet die Möglichkeit, sich mit zentralen Fragen der Traumapädagogik bzw. einer
  • „trauma-heilenden Pädagogik“ auseinanderzusetzen. Wie kann ich als Bezugsperson Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen besser verstehen? Wie kann ich angemessen auf sie eingehen? Wie können Kinder und Jugendliche stabilisiert und ihre Selbstheilungskräfte gestärkt werden?

Zielgruppe

Professionalisten, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten

Arbeitsweise

Rollenspiele und Skulpturarbeit, Vermittlung von fachlichem Hintergrundwissen, Arbeit in Kleingruppen und die Bearbeitung von Beispielen aus der Praxis der Teilnehmenden

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